Der P2P-Renditevergleich

Ich habe es ja schon angekündigt. Ich möchte die Renditen der drei P2P-Plattformen vergleichen, die ich seit einiger Zeit bespare. Jede Plattform gibt zwar selber eine Rendite aus, die du erwirtschaftest, aber entspricht das auch tatsächlich der Realität? Zur Vergleichbarkeit der drei Plattformen wende ich die XIRR-Formel an. Dazu habe ich mich bei dem Blog von Lars bedient, der ein Template zur Verfügung stellt. Zu finden unter: https://passives-einkommen-mit-p2p.de/wie-du-mit-xirr-deine-rendite-richtig-berechnest/
Das Ergebnis ist auf der einen Seite nicht so überraschend, wenn man sich schon etwas mit dem Thema auseinandergesetzt hat, zum anderen doch auch ein starkes Signal, dass die Berechnung mit der XIRR-Formel wirklich sinnvoll ist.

Zunächst zu Auxmoney. Die erste Plattform bei der ich mit P2P in Berührung kam. Bei Auxmoney bin ich seit Februar 2018, also jetzt schon über ein Jahr. Verteilt über 4 Monate habe ich dort insgesamt 400€ investiert. Investieren kann man ab 25€ je Kredit. Entsprechend gering ist die Diversifikation auf dieser Plattform bei mir. Leider habe ich auch bereits zwei Ausfälle zu verzeichnen, die meine Rendite schmälern. Der interne Rendite-Index spricht trotzdem von 8,01% Rendite. Berechnet mit der XIRR-Formel komme ich nur noch auf schlappe 1,81% Rendite. Das ist ein extremer Unterschied und kein gutes Ergebnis.

Als nächstes bin ich bei Mintos eingestiegen. Das war im Mai 2018. Dort habe ich über einige zeit 650€ investiert. Mintos funktioniert vom Prinzip her schon anders als Auxmoney, außerdem ist hier die Mindestinvestition bei 10€, was für eine bessere Diversifikation sorgt. Auch finde ich die Benutzerfreundlichkeit ausgezeichnet. Ich hab mich gleich sehr gut zurecht gefunden. Die Nettorendite die Mintos für mich angibt, liegt bei 10,89%. Die nach der XIRR-Formel berechnete Rendite liegt nur unwesentlich drunter, bei 10,32%. Ein richtiges gutes Ergebnis wie ich finde.

Die dritte meiner besparten Plattformen ist Bondora. Hier bin ich am kürzesten investiert. Bisher liegt meine Investition bei 500€. Am Anfang habe ich mich hier etwas schwer getan. Es hat eine Zeit gedauert, bis ich mich zurecht gefunden habe. Seitdem läuft es aber echt gut. Pro Kredit muss hier nur mindestens 1€ investiert werden. Auch Bondora ermittelt eine Nettorendite, die aktuell mit 18,46% angegeben wird. Meine XIRR-Rendite liegt bei starken 18,36%. Da ich hier aber noch sehr kurz dabei bin, gehe ich davon aus, dass sich die Rendite nach den ersten Ausfällen leicht korrigieren wird. Dennoch bin ich aktuell extrem zufrieden.

Mein persönliches Ergebnis. Auxmoney 1,81%, Mintos 10,32%, Bondora 18,36%. Die logische Konsequenz hieraus muss lauten, dass ich mich bei Auxmoney zurückziehe und stattdessen eine neue, dritte Plattform ausprobiere. Ich will nach wie vor auf drei Plattformen verteilt investieren. Also werde ich mich in der nächsten Zeit mal umschauen, welche Plattform ich ausprobieren werde und gleichzeitig Auxmoney entsparen.

Vielleicht hat ja von euch noch einer einen Tipp aus der eigenen Erfahrung, welche Plattform testenswert ist?

Bis bald
Oliver

Noch 2654 Tage…

wie alle drei Monate üblich, habe ich von der Schufa die Mail erhalten, dass mein Score neu berechnet wurde. Da war ich gleich wieder gespannt, was sich getan hat. Zur Erinnerung. Mein Score lag per Oktober 2018 bei genau 97,0%. Nicht mehr weit weg von den magischen 97,5%.

Kurze Nebengeschichte. Ich habe auf Facebook vor kurzem eine Diskussion über den Schufa-Score gesehen. Wie das so üblich ist. verteilten sich die Meinungen breit. Von dem Standpunkt, der Schufa Score ist nutzlos bei Immobilienfinanzierungen bis hin zu der Schufa Score ist das non plus ultra. Meine persönliche Meinung: Der Schufa Score ist nur eines vieler Kriterien für eine vernünftige Immobilienfinanzierung. Der Schufa Score kann auf jeden Fall ein gutes Argument sein, um bei der Bank noch ein bisschen bessere Zinsen zu bekommen. So hab ich es schon erlebt. Wichtig sind auch Themen wie Persönlichkeit (Wirklich nicht zu unterschätzen), festes Einkommen, monatliche Belastungen, Vorbereitung der Dokumente, … . Das Gesamtpaket entscheidet am Ende. Der Banker von heute hat tatsächlich noch mehr Einflussmöglichkeiten, als mancher denken mag. Sooo starr wie immer behauptet wird, ist das System noch nicht. Aber das nur nebenbei.

Ich habe mich in meinen persönlichen Bereich bei der Schufa eingeloggt und bin sofort auf die Gesamtübersicht gegangen, wo der Score zu finden ist. Ich habe nun mittlerweile starke 97,71%. Damit hätte ich jetzt wirklich nicht gerechnet und war dementsprechend positiv überrascht. Mein inoffizielles Schufa-Ziel ist damit völlig erreicht. Ich bin zufrieden 🙂

Wie angekündigt, habe ich bei den drei P2P-Plattformen, bei denen ich aktuell investiert bin, ausprobiert wie das mit den Auszahlungen klappt. Vorweg, alle drei Plattformen haben innerhalb kurzer Zeit überwiesen. Da wir bei Auxmoney ein Anlegerkonto haben, welches bereits per PostIdent bestätigt wurde, müssen wir hier nicht erneut unseren Personalausweis hochladen. Lediglich die Tan-Liste im Scheckkartenformat ist etwas umständlich. Die Auszahlung war aber auch innerhalb von einem Tag auf meinem Girokonto. Bei Mintos und Bondora ist es vor einer Auszahlung nötig, seinen Personalausweis hochzuladen um die Identität überprüfen zu lassen. Die Verifizierung erfolgte innerhalb einiger Stunden problemlos. Auch die folgende Auszahlung klappte sehr zügig und unkompliziert auf das Konto, über welches wir auch eingezahlt haben. Bei Mintos habe ich zwei Tage auf das Geld warten müssen, bei Bondora hatte ich das Geld sogar noch am gleichen Tag auf dem Konto.

Alles in allem denke ich, dass es bei allen drei Plattformen zwischen einem und drei Tagen dauern kann, bis das Geld da ist. Alle drei Plattformen haben zügig und unkompliziert ausgezahlt. Ich habe jetzt mit kleinen Eurobeträgen getestet. Ob das ganze auch funktioniert, wenn die Beträge höher sind, bleibt auszuprobieren. Ich sehe hier aber momentan keinen Grund, daran zu zweifeln.

Das soll es für den Moment wieder gewesen sein. Ich melde mich in den kommenden Tagen wieder, dann mit Neuigkeiten zur Wohnung in Geretsried und zur bevorstehenden Maklerei.

Grüße
Oliver

Erste Eindrücke zur P2P-Plattform Bondora

Wie berichtet, habe ich ja nun seit einigen Wochen auch einen Account auf der P2P-Plattform Bondora. Ich möchte jetzt die Gelegenheit nutzen, meine ersten Eindrücke zu berichten und hoffe, dass der ein oder andere Leser, der evtl. dort auch einen Account hat, mir noch etwas helfend zur Seite stehen kann.

Die Registrierung war leicht. Wenige Minuten hat das Ganze gedauert. Da ich mich über einen Affiliate-Link angemeldet habe, hatte ich gleich von Beginn an 5€ Guthaben, die ich einsetzen konnte. Danach musste ich auswählen, wie ich investieren möchte. Ich habe mich für den Portfolio Pro Builder entschieden. Dieser war ebenfalls fix eingerichtet und sollte nun automatisch für mich investieren. Und da ging das ganze dann schon los. Bis die 5€ investiert waren, vergingen mehrere Tage. Das habe ich deutlich schneller erwartet. Der Builder hat in 5 Kredite je 1€ investiert. Anfang November habe ich dann 95€ eingezahlt, sodass ich auf 100€ Investitionssumme komme. Aber auch jetzt musste ich feststellen, dass mein Guthaben nur langsam und nach und nach jeweils zu 1€ investiert wird. Ich habe versucht den Builder etwas anders einzustellen, aber auch das hilft nicht wirklich.

Wie ist das bei euch? Wie muss ich Portfolio Pro einstellen, dass A schneller angelegt wird und B mehr als 1€ je Kredit?

Da ich jetzt kurz vor Ende des Monats gerade mal mit 50€ investiert war, werde ich im Dezember wieder auf Mintos einzahlen und dann erst im Januar weiter Bondora besparen. Das Geld soll ja schließlich arbeiten und nicht auf der faulen Haut liegen 😀 Optisch tue ich mich übrigens auch noch schwer mit Bondora. Mir ist das ganze Design irgendwie zu verspielt und wirkt auf mich zu wenig seriös. Da fühle ich mich bei Mintos deutlich besser aufgehoben.

Fazit nach den ersten Wochen: Bondora wird es schwer haben, sich gegen Mintos durchzusetzen oder ranzukommen. Ich gebe Bondora aber in jedem Fall ein halbes Jahr Zeit bis wir uns gegenseitig ausreichend beschnuppert haben. Mein Favorit bei den drei P2P-Plattformen, die ich aktuell bespart habe bleibt zunächst ganz klar Mintos.

Bis bald
Oliver

Weitere Diversifikation im P2P-Bereich

Ich dachte, es ist mal wieder an der Zeit, in Sachen P2P einen nächsten Schritt zu gehen. Nachdem Auxmoney und Mintos eigentlich stabil und zufriedenstellend laufen, will ich nun noch eine weitere Plattform ausprobieren und damit den P2P Bereich etwas breiter zu streuen. Eine Plattform, die seit einiger Zeit und auch aktuell oft genannt wird ist Bondora.

Vor zwei Wochen habe ich mich bei Bondora über einen Partner-Link angemeldet. Vorteil, ich habe so gleich 5€ Startguthaben erhalten, die ich sofort investieren konnte. Gesagt getan. Auch bei dieser Plattform gibt es einen Portfoliobuilder, der die Investitionen automatisch vornimmt. Ab 1€ je Kredit ist man dabei. Die Darlehenszinsen sind teilweise sehr hoch, so dass ich hier mit einigen Ausfällen rechne, was am Ende gemittelt eine Rendite ähnlich Mintos bringen sollte. Was hierbei rauskommt, wird sich aber noch zeigen. Insgesamt bin ich mit der Plattform noch nicht so vertraut und taste mich schrittweise heran. An das verspielte Design habe ich mich mittlerweile gewöhnt, wobei ich das am Anfang recht unübersichtlich fand.

Meine 100€, die ich derzeit monatlich in P2P spare, wandern ab sofort in die Plattform Bondora. Für die nächsten 5-6 Monate werde ich hier einzahlen und sehen, wie sich das ganze entwickelt, auch im Vergleich zu den anderen Plattformen. Sollte Bondora ebenfalls zufriedenstellend laufen, werde ich wahrscheinlich bei diesen drei Plattformen bleiben und schauen, dass alle drei immer etwa gleich hoch investiert sind. Ich werde meine Erfahrung wie gewohnt teilen und freue mich auf die nächsten Monate 🙂

Bis bald
Oliver

Was passiert so bei meinen P2P Investments??

Wie angekündigt, habe ich Anfang diesen Monats nochmal bei Mintos nachgelegt. Aktuell bin ich mit etwa 400€ bei Auxmoney und mit knapp über 100€ bei Mintos investiert. In den nächsten Monaten will ich das Invest bei beiden Plattformen auf ein ähnliches Level heben, um so besser vergleichen zu können.

Aber es gibt einige Dinge, die von Anfang an bei beiden Plattformen anders laufen. Bei Auxmoney gefällt mir, dass es sich um eine deutsche Seite handelt. Einer deutschen Seite entsprechend komplex ist der Registrierungsprozess. Mir gefällt auch, dass die Kredite in Risikokategorien eingeteilt sind. Die Renditen klingen auf den ersten Blick gar nicht schlecht. Allerdings werde ich das Gefühl nicht los, dass die Kreditnehmer nur mittelmäßig gut überprüft werden und jeder nahezu angeben kann was er will. Von den 17 Kreditprojekten, in die ich aktuell investiert habe, befinden sich bereits 3 in Mahnstufe 1 oder höher. Das gefällt mir nicht. Auxmoney bietet auch keine Rückkaufgarantie für überfällige Kredite.

Mintos ist eine Plattform aus Lettland. Hierzu muss man erst mal Vertrauen sammeln. Aber, Lettland ist mittlerweile Mitglied der EU. Mir gefällt hier besonders, dass verschiedene Kreditanbahner ihre Kredite hier wie auf einem Marktplatz anbieten und die Vielfalt der angebotenen Kredite und Kreditarten so vielfältig ist. Die Renditen sind im Vergleich zu Auxmoney deutlich höher, was auf ein höheres Risiko schließen ließe. Allerdings bieten viele Kreditanbahner Rückkaufgarantieen für überfällige Kredite an. Aktuell bin ich hier in 11 Kreditprojekte investiert und konnte auch erste Rückzahlungen verbuchen.

Ich finde es spannend, die beiden Plattformen miteinander zu vergleichen und zu sehen, welche für mich besser funktioniert. Ich werde regelmäßig darüber berichten, wie sich Rückzahlungen, Renditen und Ausfälle entwickeln. Solltest du noch andere Plattformen empfehlen können, freue ich mich auf Hinweise und ein paar Zeilen zur empfohlenen Plattform.

Bis bald
Dein
Oliver