Wie kann ich mich trotz der diesjährigen niedrigen Zielerreichung noch motivieren?

Wenn ich mir so meine Zahlen und Grafiken anschaue, kann man auf den Gedanken kommen, ich müsste bitterlich weinend in einer Ecke sitzen und langsam mit dem Kopf vor und zurück wippen. Tatsächlich jedoch, bin ich im Vollgas unterwegs und drehe an verschiedensten Stellschrauben um meine Ziele zu erreichen. Das schlägt sich allerdings aktuell nicht in den Zahlen wieder.

Daher werde ich dieses “Review” auch nicht nutzen um nach hinten zu blicken, sondern ein “Preview” daraus machen und erzählen, was so ansteht. Dabei konzentriere ich mich auf drei Hauptthemen. Erneut die Ferienwohnung, dann der anstehende Fix & Flip, sowie der geplante und vor einiger Zeit erwähnte Online-Shop. Nur am Rande sei erwähnt, dass ich meine Altlast-Aktien (ProSieben und K+S) verkauft habe und mir zwei McDonalds-Aktien dafür ins Depot gelegt habe. Das war überfällig!

Aber nun zur Ferienwohnung. in ca. 3 Wochen erhalte ich wieder Zugang zur Wohnung. Mittlerweile ist der Kellerraum voll mit Dingen, die noch in die Wohnung gehören, bevor die ersten Gäste kommen. Einiges muss ich auch noch bestellen, wobei es hier wirklich in den Endspurt geht. Anfang Dezember werden dann letzte Regale aufgebaut, Küche und Bad ausgestattet, Wohnzimmer dekoriert. Ein befreundeter Fotograf wird dann die entscheidenden Fotos machen, die ich für meine Inserate benötige. Nach aktuellem Stand kommt der erste Gast dann am 23.12.2019. Von da an bin ich bis Mitte Januar nahezu ausgebucht. Vereinzelt habe ich bereits Buchungen bis Juli 2020. Wenn ich es schaffe, die Ferienwohnung 8 Tage im Monat zu vermieten, sind die laufenden Kosten gedeckt. Ab dann wirft die Wohnung Profit ab. Sprich ab ca. 27% Auslastung geht es in den Gewinn. Die Ferienwohnung wird also ein Einkommensbooster im nächsten Jahr, durch den ich mein Eigenkapital schneller aufbauen und meine monatliche Sparleistung anheben möchte. Ein unmittelbarer Einfluss auf Cashflow und Zielerreichung besteht also nicht.

Jetzt nochmal zu meinem Fix & Flip Projekt. Ende September habe ich schon mal berichtet, daher hier jetzt eine Aktualisierung. Ich habe bereits vor einiger Zeit eine Wohnung in Garmisch-Partenkirchen beurkundet, bei der der Besitzübergang allerdings erst am 15.01.2020 erfolgt. Der Grund ist einfach, dass die bisherigen Eigentümer, die die Wohnung als Zweitwohnung genutzt haben, ein letztes mal Weihnachten und Silvester dort verbringen wollen. Vom Balkon der Wohnung hat man einen ausgezeichneten Blick in die Berge und vor allem auf die Skisprung-Schanze, wo das Neujahrsspringen stattfindet. Diesen Wunsch erfülle ich gerne. Zusätzlich habe ich angeboten, das komplette Inventar zu übernehmen und auf eigene Kosten zu entsorgen. So bin ich an eine Traumwohnung für “kleines” Geld gekommen. Das ideale Objekt für so ein Projekt, da seit ca. 30 Jahren nichts mehr an der Wohnung gemacht wurde. Bis es zur Übergabe kommt, plane ich Entrümpelung, Handwerker, kaufe günstig Boden, Fliesen, etc.. Addiere ich alle Kosten (Kaufpreis + Kaufnebenkosten + Renovierung) ergibt sich ein Betrag von ca. 430.000 €. Verkaufspreis wird um die 500.000 € – 530.000 € liegen. Das ganze ist variabel finanziert unter Einbeziehung von 2 Co-Investoren. Ein Booster für mein Eigenkapital, mit dem ich definitiv und ohne wenn und aber die Restschulden des Autos begleiche. Das was dann vom Gewinn übrig bleibt dient als EK für das nächste Fix & Flip.

Zu letzt noch ein bisschen was zu dem geplanten Online-Shop. Ursprünglich hätte der Shop schon online sein sollen, aber es hat sich alles ein gutes Stück verzögert. Das betrifft Homepage und Shopsystem, genauso wie Auswahl der Lieferanten für Artikel und Verpackungsmaterial. Aber es tut sich an allen Fronten einiges. Das Lager ist eingerichtet und das Verpackungsmaterial bestellt, von dem es heute die erste Anlieferung gab. Das Shopsystem wird gerade eingerichtet. Für die Homepage gibt es einen nahezu fertigen Entwurf der auf die letzten Details wartet und die Lieferanten für die Artikel sind ausgewählt, Artikel besprochen und die Produktion der Muster läuft. Insofern denke ich, dass wir tatsächlich jetzt bald online gehen. Vor Weihnachten werden wir aber wohl erstmal nur mit zwei Artikeln starten. Mehr schaffen wir zeitlich nicht mehr. Mit dem Shop wollen wir versuchen, unser Einkommen etwas skalierbarer zu machen. Mit einer gewissen Portion Risiko, ob sich die Marke am Markt etabliert, aber mit Potential ein schönes Business aufzuziehen. Wenn der Shop online ist, werde ich natürlich einmal die Werbetrommel rühren. Versteht sich von selber.

Ich glaube die drei vorgestellten Themen erklären, warum dieses Jahr die Zahlen sehr ernüchternd sind. Geben mir aber Schwung für das neue Jahr bei dem ich überzeugt davon bin, die überschaubare Entwicklung dieses Jahres vergessen zu machen.

Bis Bald
Oliver