Über 400% EK-Rendite in 9 Monaten

Irgendwie hab ich es immer noch nicht so richtig verarbeitet. Diesen Dienstag war ich beim Notar. Das erste Mal in diesem Jahr. Der Anlass war der so lang ersehnte Verkauf meiner Wohnung in Geretsried. Nach einer gefühlten Ewigkeit hat sich ein geeigneter Käufer gefunden. Gekauft habe ich im Juli 2018. Die Fakten damals:

1 Zimmer Appartement mit separater Küche + Balkon + Tiefgaragenstellplatz. 38m² Wohnfläche, 1. OG in Geretsried südlich von München. 70er Baujahr, seit Jahren fest vermietet zu 380€ kalt ohne TG-Stellplatz. Kaufpreis 100.000 € inkl. Stellplatz.

Zwischen dem Ankauf im Juli 2018 und dem schlussendlichen Verkauf diesen Dienstag ist viel passiert. Der Ankauf selber lief dabei noch sehr entspannt ab. Die Finanzierung war schnell geklärt damals, der Notartermin kein Problem. Da das ganze ohne Makler ablief waren die Kaufnebenkosten auch dementsprechend gering. Danach wurde es etwas komplizierter. Die aktuelle Hausverwaltung in diesem Objekt hat sich innerhalb kürzester Zeit zu meinem Feindbild Nr. 1 entwickelt. Dazu möchte ich den Damen und Herren an dieser Stelle herzlich gratulieren :D. Wie man das schafft? Unflexibilität, keine Kooperationsbereitschaft, frigide verbitterte Damen in Entscheidungspositionen.

Das Ursprungsproblem bestand darin, dass der bisherige Eigentümer eher so der Typ megaverpeilter aber liebenswürdiger Kuschelhase ist. Die Unterlagen die ich von ihm bekommen habe, waren stark Lückenhaft. Insbesondere die Protokolle der Eigentümerversammlungen und die Hausgeldabrechnungen fehlten seit geraumen Jahren. Man muss erwähnen, dass der gute Mann die Wohnung ca. 18 Jahre im Besitz hatte bevor die Notsituation eintraf, weswegen er verkaufen musste. Irgendwann muss bei ihm was passiert sein, weswegen keine Unterlagen mehr abgelegt und verfügbar waren. Ich wollte mich also an die Hausverwaltung wenden, um fehlende Unterlagen von dort zu erhalten. Erst mal eine normale Vorgehensweise, sollte man meinen? Die HV sah das wohl anders und stellte sich massiv quer, verlangte später horende Gebühren für diesen speziell angefragten Service. Nach einigen Mails und einem Telefonat indem ich quasi in Bettlermanier nach Unterstützung gebeten habe, habe ich zumindest Protokolle und aktuellen Wirtschaftsplan erhalten und das sogar kostenlos. Es fehlten die alten Abrechnungen. Ich habe das bisher bei keiner HV so erlebt wie in diesem Fall. Egal.

Parallel versuchte ich mich darum zu kümmern, die Kaution vom Voreigentümer zu bekommen. Lustige Geschichte. Ich bin ja wirklich ein geduldiger Kerl, wenn man das so im nachhinein betrachtet. Die ersten zwei Monate meiner Bemühung liefen so ab, dass ich den Vorbesitzer gelegentlich an die Kaution erinnerte und dieser sagte, er erreiche in der Bank irgendwie nie den richtigen Ansprechpartner. Kann ja vorkommen. Insbesondere wahrscheinlich wenn ich versuche Nachts oder am Wochenende in der Bank anzurufen. Keine Ahnung ob es so war, aber es fühlte sich so an. Dann kam irgendwann die Info, dass die ARGE der Umschreibung des Kautionskontos zustimmen muss, da diese die Kaution damals gestellt hat (In der Wohnung leben Hartz 4-Empfänger). Auch hier bin ich wieder 2 Monate hinterher gelaufen. Das Ende vom Lied, die Kaution war noch für die Vormieterin, die ebenfalls Hartz 4 bezog und konnte, weil neue Mieter und neuer Eigentümer, nicht umgeschrieben werden. Man hatte die Kaution damals einfach liegen lassen für die neuen Mieter. Ich musste jedenfalls an die Mieter herantreten und nach ganzen 8 Jahren Mietzeit darauf hinweisen, dass keine Kaution vorliegt und ich die nun einfordere. War eine spannende Situation 😀 Tatsächlich hat die ARGE 2 Wochen später überwiesen. Das war übrigens Ende Februar 2019 ;). Ihr seht, langer Prozess, aber mit Happy End.

Wiederum Parallel zur Kautionsgeschichte liefen die Verkaufsbemühungen ab, die sich im Laufe der Zeit von wenig Einsatz zu mehr Einsatz entwickelten. Ja, erst mal versuchen, keine unnötige Energie zu verschwenden. Die Bemühungen am Ende haben sich aber gelohnt und meiner Meinung nach den Ausschlag gegeben. Der Plan war zunächst zu versuchen, innerhalb des Netzwerkes einen Interessenten zu finden. Es hat sich aber nach einiger Zeit so dargestellt, dass die Wohnung so wie ich sie verkaufen wollte nicht attraktiv genug war. Ich war aber davon überzeugt, dass ich meinen Preis bekommen werde. Aber wie nur? Ich muss sagen, dass mir hier der Immopreneur-Kongress im November 2018 geholfen hat. Dort habe ich mit einem Teilnehmer, den ich vor Ort kennengelernt habe, gesprochen. Während ich noch vorhatte die Mieterhöhung als Potential mit zu verkaufen, riet mir der Kollege, die Miete selber anzuheben und dem zukünftigen Käufer somit den Einstieg in das Verhältnis Mieter zu Vermieter zu vereinfachen. Das leuchtete mir irgendwie sofort ein. Ein wichtiger Hinweis 🙂 Kaum wieder zuhause habe ich also Gas gegeben. Als erstes habe ich eine Maklerin beauftragt, den Verkauf zu übernehmen. Glücklicherweise ohne Maklercourtage auf meiner Seite.

Dann hab ich weiter überlegt, wie ich die Wohnung für einen Käufer attraktiver machen kann. So habe ich noch im November das gefürchtete Mieterhöhungsschreiben aufgesetzt. Geretsried verfügt nicht über einen Mietspiegel, weswegen ich nervös war, ob das Ganze wohl durchgehen mag. Die Maklerin, die Ihren Job echt supi gemacht hat, hat noch auf die Mieter eingeredet, so hatte ich kurze Zeit später die unterschriebene Zustimmung zur Mieterhöhung. Schritt zwei bestand darin, den freien, unvermieteten Stellplatz in der Tiefgarage zu vermieten. Die Akquise eines Mieters habe ich auf meine Frau abgewälzt. Über Ebay-Kleinanzeigen hat sie kurz darauf jemanden gefunden, der zukünftig 50€ im Monat für diese exquisite Unterbringungsmöglichkeit im Trockenen für sein Vehikel bezahlt. So konnte ich die Nettomiete von eingangs 380 € auf 470 € erhöhen. Wenn das nicht fett ist. Anfang des Jahres dann ein kurzes Aufflackern eines Problemchens. Die Mieter haben sich tatsächlich beschwert, dass zum einen ein Heizkörper nicht geht und dass Wasser in der Badewanne rausdrückt, wenn in der Küche das volle Spülbecken abgelassen wird. Beide Probleme bestehen übrigens laut Angabe der Mieter seit vielen Jahren. Da dachte ich kurz an den Vorbesitzer und sagte im Geiste: Danke dafür, dass du dich nicht darum gekümmert hast. Die Mieter stellten jedenfalls die Mieterhöhung, die ab Februar greifen sollte, in Frage. Um Stress zu vermeiden habe ich am folgenden Tag die Handwerker angerufen und einen Termin vereinbart. Austausch Heizungsventil plus Beseitigung Rohrverstopfung hat ich am Ende dann knapp über 500 € gekostet. Eine überschaubare Investition in zufriedene Mieter.

Nachdem dann tatsächlich all diese Dinge bis etwa Ende Januar erledigt waren, hat sich die Maklerin auch viel leichter getan, einen Käufer zu finden. Und nun, zwei Monate später ist der Deal beurkundet. Spannend ist ja nun, was hab ich eigentlich in Summe ausgegeben, was hab ich am Ende eingenommen, und wie viel habe ich in den 9 Monaten verdient? Die Fakten heute:

1 Zimmer Appartement mit separater Küche + Balkon + Tiefgaragenstellplatz. 38m² Wohnfläche, 1. OG in Geretsried südlich von München. 70er Baujahr, seit Jahren fest vermietet zu 420€ kalt .TG-Stellplatz separat für 50€ vermietet. Kaufpreis 135.000 € inkl. Stellplatz.

Ausgaben während der Haltezeit an Kaufnebenkosten, Zins, Hausgeld und Instandhaltung aber ohne Tilgung, etwa 10.000 €. Einnahmen an Warmmiete etwa 5.500 €. Entspricht etwa 5.000 € EK-Einsatz. Weitere Kosten die entstehen etwa 7.000 € Steuern. Erlös aus Tilgung + Verkaufsgewinn nach Steuern etwa 23.500€ Gewinn.

Ich hoffe das Ganze einigermaßen nachvollziehbar dargestellt zu haben. Ich bin mit dem Ergebnis recht zufrieden, handelt es sich hier doch um meine erste geflippte Wohnung. Der Erlös wird wie immer erwähnt zur Tilgung von noch bestehenden Konsumschulden genutzt. Ich gehe davon aus, dass Ende April die Zahlung des Verkaufspreises fließen wird. Bis dahin habe ich Gelegenheit mir eingehende Gedanken zur genauen Verwendung zu machen.

Zu guter Letzt möchte ich mich bei Stephan bedanken. Er hat mich das erste mal Anfang März über Facebook kontaktiert und scheint zu den Leuten zu gehören, die hier mitlesen 😉 Jedenfalls hat mich Stephan vergangene Woche gefragt, ob ich eine Karte für die Immobilienoffensive dieses Wochenende in München haben möchte, da sein Bekannter kurzfristig verhindert ist. Ich habe das Großzügige Angebot von Stephan gerne angenommen und werde also am 30./31.03.2019 an der Immopreneur Immobilienoffensive in München teilnehmen. Ich freue mich mega auf dieses Event und kann hier sicher tolle Kontakte knüpfen und einiges zum Thema Immobilien dazulernen.

Ich melde mich dann gerne kommende Woche wieder bei euch.

Bis bald
Oliver

Das war die MMM 2019

Wie angekündigt, war ich vor drei Tagen auf der MMM in München. Heute nutze ich die Gunst der Stunde um euch zu erzählen, wie mein Tag dort war. Die Messe hat um 9:00 Uhr gestartet und bis 19:30 Uhr gedauert. Neben den Messeständen gab es eine Reihe von verschiedenen Vorträgen, aber alles der Reihe nach.

Montag, der 18.03.2019: Ein Tag vor der Messe. Das Ticket war bereits da und auch ein Plan, welche Vorträge am 19.03. stattfinden werden. Da ich ja zusammen mit meinem Banker auf die Messe gefahren bin, haben wir uns am Abend abgestimmt, welchen Zug wir nach München nehmen. Mein Banker wohnt in Murnau, ich in Garmisch. Deswegen planten wir, dass mein Banker in Murnau zusteigt. Wir haben einen frühen Zug ausgesucht, da am Dienstag um 9:00 Uhr direkt der Vortrag von Uli Hoeneß starten sollte und ich diesen anhören wollte. Ich habe meinen Wecker auf 5:30 gestellt für Dienstag.

Dienstag, der 19.03.2019: Wie zu erwarten, war der Wecker pünktlich und riss mich aus dem Schlaf. Meine restliche Familie schlief noch weiter, während ich mich in business casual warf. Gegen 6:00 Uhr verließ ich die Wohnung, Frau und Sohn waren bereits wach. Tochter schlief noch. Kurz bevor der Zug losfuhr, war ich am Bahnhof. Kaufte ein Ticket für meinen Banker und mich und stieg ein. Es folgte der dargestellte Original WhatsApp-Dialog:

Das Ende vom Lied, ich musste zwischendrin aussteigen, warten bis mein Banker in die richtige Richtung gefahren ist und dann wieder zusteigen. Leider haben wir dadurch den Beitrag von Uli Hoeneß verpasst. Wir waren gegen 9:30 am M.O.C-Gelände und weitere 15 Minuten später mitten drin im Geschehen.

Nachdem wir uns auf der Messe mit einem Weißwurst-frühstück gestärkt hatten, zogen wir die erste Runde durch die Messestände. Diese waren für mich jetzt weniger spannend, da hier der Fokus extrem auf Versicherungsmakler und Finanzdienstleister ausgelegt war. Die Vorträge, die wir uns im Laufe des Tages angehört hatten, waren dafür der Hammer 🙂

Unser erster Vortrag hieß: “Immobilien 2.0: Steuermanagement, Eigenkapital und Finanzierung next Level” von Alex Düsseldorf Fischer. Der Vortrag fokussierte sich auf das Steuerthema, war aber extrem spannend. Alex Fischer versteht es einfach, die Menschen in seinen Bann zu ziehen, selbst wenn es um trockene Steuern geht. Ich hatte etwas später noch die Gelegenheit, ein paar Sätze mit ihm zu wechseln. Sich mit den Steuern auseinanderzusetzen macht seiner Meinung nach ab 100.000€ Sinn. Es war erstaunlich, was für Beispiele er brachte, um seine Steuern zu optimieren. Da ich noch nicht ganz an dieser Schwelle stehe, habe ich hier noch nicht viel Energie auf das Thema gesetzt. Ich kann mir aber vorstellen, dass dies ab kommenden Jahr relevanter wird.

Direkt im Anschluss hörten wir un”Die Macht der Algorithmen” von Gerald Hörhan an. Für mich persönlich ist Gerald ja die Nummer 1. Er hat wieder mal Eindrucksvoll dargelegt, warum unser digitaler Fingerabdruck immer wichtiger wird. Wenn ich mich so selber google fällt mir auf, dass die meisten Einträge von anderen kommt, die meinen Namen tragen. Alles was man direkt von oder über mich findet, ist eigentlich undramatisch und eher positive Werbung 🙂 Aber das kann ich natürlich auch noch ein bisschen lenken, und will ich zukünftig etwas besser im Blick haben. Schaut doch einfach selber mal, was Google über euch sagt. Außerdem hat Hörhan mal wieder gesagt, dass es das Beste ist, sich die dunklen Löcher zu kaufen und zu vermieten. Auch bei ihm hatte ich die Gelegenheit auf ein paar persönliche Worte. Seiner Meinung nach, ist der Standort Mainz, in den ich ja bereits investiert habe, eine gute Wahl. Mainz werde ich also für die Zukunft weiter im Blick behalten 😉

Etwas später, nach weiteren Runden durch die Messestände, gönnten wir uns die Vorträge “Die Zunge kann lügen – Unser Körper nie” von Sebastian Morgenstern. Extrem faszinierend, was man aus einem Händeschütteln lesen kann. Für Makler oder Verkäufer kann die Thematik Körpersprache extrem wichtig werden. Für mich zunächst erst mal interessant es gehört zu haben.

Danach haben mein Banker und ich uns den Beitrag “Personal Branding in der Finanzdienstleistung – Werde deine eigene Marke” gegeben. Thematisch nah an Hörhan, inhaltlich ein bisschen anders. Aber auch hier ging es im Prinzip darum, sich selber optimal zu vermarkten und sich unter Nutzung aktueller Medien darzustellen. Heute ist es leichter denn je, etwas über andere herauszubekommen. Es wird immer wichtiger sich selber zu präsentieren, als die Produkte, die man vertreibt.

Das große Finale des Tages war der Vortrag von Dirk Müller / Mr. Dax. Thema: “Cash im Crash – mit Aktien in die Zukunft”. Seiner Ansicht nach, ist das Investment in Aktien leichter als man meinen sollte. Zumindest, wenn man langfristig agiert. Die Auswahl der richtigen Unternehmen erfolgt vor allem durch logisches Denken. Welche Unternehmen sind auch in der Zukunft weiter erfolgreich, welche Unternehmen werden die nächsten Innovationen am Markt mitentwickeln, … . Und ganz wichtig, wenn der Crash kommen sollte, dann soll man einkaufen. Dir Müller empfiehlt beispielsweise sich heute Unternehmen auszusuchen, die man für zukunftssicher hält. Für diese Unternehmen legt man Betrag X fest, den man investieren will. Je nach Kursrutsch wird dann ein bestimmter Betrag genutzt, um entsprechende Positionen im Depot aufzubauen.

Nächstes Jahr werde ich sicher wieder auf die MMM fahren. Für die Vorträge lohnt es sich, außerdem sind Essen und Getränke frei 🙂 Von dieser Messe habe ich einige Impulse mitgenommen, die mir zukünftig sicher helfen werden. Insbesondere bezüglich Aktien, wo ich dieses Jahr noch aktiv werden möchte.

Das wars 🙂
Bis bald
Oliver

Noch 2599 Tage…

Ich dachte es wäre mal wieder Zeit für ein paar Worte außerhalb meiner Konsumschulden. Das womit ich mich sonst noch beschäftige und mich umtreibt. Beispielsweise steht am Dienstag (19.03.) die MMM-Messe an, zu der ich mit meinem Banker fahren. Auf den Tag freue ich mich schon lange und ich bin sehr gespannt, was ich von dort mitnehmen kann. Sicher ist, dass ich mich jetzt auch wieder etwas intensiver mit meiner Investmentsäule Aktien/ETF’s auseinandersetze. Ich hoffe, hier etwas Inspiration in München zu finden. Spätestens aber sicherlich auf der Invest in Stuttgart, bei der ich am Samstag 06.04. sein werde. In Stuttgart werde ich ebenfalls mit meinem Banker aufschlagen, mit dabei ist aber auch mein Andi.

Inspiration hole ich mir derzeit auch mit dem Podcast des Finanzrockers, den ich wärmsten empfehlen kann. Der Finanzrocker bietet neben den Finanzthemen auch immer wieder andere interessante Themen. Vor allem die Interviews sind in der Regel sehr gut und kurzweilig anzuhören. Der Finanzrocker schreibt daneben auch noch seinen Blog, den ich ehrlicherweise nicht lese. Das liegt aber daran, dass ich Podcast einfach deutlich bevorzuge, weil ich den einfach auf dem Weg zur Arbeit oder auf anderen Wegen hören kann.

Was ganz feines… es scheint einen Käufer für meine Geretsrieder Wohnung zu geben. Jedenfalls liegt mit der Kaufvertragsentwurf vor und der Notartermin steht. Wenn der Deal wirklich über die Bühne gegangen ist, mach ich ein fettes Fass auf und werde ich im Detail berichten.

Jetzt genieß ich den sonnigen Sonntag mit meiner Frau und den zwei Kindern 🙂

Bis bald
Oliver

Der P2P-Renditevergleich

Ich habe es ja schon angekündigt. Ich möchte die Renditen der drei P2P-Plattformen vergleichen, die ich seit einiger Zeit bespare. Jede Plattform gibt zwar selber eine Rendite aus, die du erwirtschaftest, aber entspricht das auch tatsächlich der Realität? Zur Vergleichbarkeit der drei Plattformen wende ich die XIRR-Formel an. Dazu habe ich mich bei dem Blog von Lars bedient, der ein Template zur Verfügung stellt. Zu finden unter: https://passives-einkommen-mit-p2p.de/wie-du-mit-xirr-deine-rendite-richtig-berechnest/
Das Ergebnis ist auf der einen Seite nicht so überraschend, wenn man sich schon etwas mit dem Thema auseinandergesetzt hat, zum anderen doch auch ein starkes Signal, dass die Berechnung mit der XIRR-Formel wirklich sinnvoll ist.

Zunächst zu Auxmoney. Die erste Plattform bei der ich mit P2P in Berührung kam. Bei Auxmoney bin ich seit Februar 2018, also jetzt schon über ein Jahr. Verteilt über 4 Monate habe ich dort insgesamt 400€ investiert. Investieren kann man ab 25€ je Kredit. Entsprechend gering ist die Diversifikation auf dieser Plattform bei mir. Leider habe ich auch bereits zwei Ausfälle zu verzeichnen, die meine Rendite schmälern. Der interne Rendite-Index spricht trotzdem von 8,01% Rendite. Berechnet mit der XIRR-Formel komme ich nur noch auf schlappe 1,81% Rendite. Das ist ein extremer Unterschied und kein gutes Ergebnis.

Als nächstes bin ich bei Mintos eingestiegen. Das war im Mai 2018. Dort habe ich über einige zeit 650€ investiert. Mintos funktioniert vom Prinzip her schon anders als Auxmoney, außerdem ist hier die Mindestinvestition bei 10€, was für eine bessere Diversifikation sorgt. Auch finde ich die Benutzerfreundlichkeit ausgezeichnet. Ich hab mich gleich sehr gut zurecht gefunden. Die Nettorendite die Mintos für mich angibt, liegt bei 10,89%. Die nach der XIRR-Formel berechnete Rendite liegt nur unwesentlich drunter, bei 10,32%. Ein richtiges gutes Ergebnis wie ich finde.

Die dritte meiner besparten Plattformen ist Bondora. Hier bin ich am kürzesten investiert. Bisher liegt meine Investition bei 500€. Am Anfang habe ich mich hier etwas schwer getan. Es hat eine Zeit gedauert, bis ich mich zurecht gefunden habe. Seitdem läuft es aber echt gut. Pro Kredit muss hier nur mindestens 1€ investiert werden. Auch Bondora ermittelt eine Nettorendite, die aktuell mit 18,46% angegeben wird. Meine XIRR-Rendite liegt bei starken 18,36%. Da ich hier aber noch sehr kurz dabei bin, gehe ich davon aus, dass sich die Rendite nach den ersten Ausfällen leicht korrigieren wird. Dennoch bin ich aktuell extrem zufrieden.

Mein persönliches Ergebnis. Auxmoney 1,81%, Mintos 10,32%, Bondora 18,36%. Die logische Konsequenz hieraus muss lauten, dass ich mich bei Auxmoney zurückziehe und stattdessen eine neue, dritte Plattform ausprobiere. Ich will nach wie vor auf drei Plattformen verteilt investieren. Also werde ich mich in der nächsten Zeit mal umschauen, welche Plattform ich ausprobieren werde und gleichzeitig Auxmoney entsparen.

Vielleicht hat ja von euch noch einer einen Tipp aus der eigenen Erfahrung, welche Plattform testenswert ist?

Bis bald
Oliver

Fokus Konsumschulden

Im Februar habe ich mich wieder meinen Konsumschulden gewidmet. Viele Gedanken in die Richtung gelenkt, wie ich dem Ganzen Herr werden kann. ein bisschen Geld musste ich leider zur Seite legen, da ich noch Steuern für 2017 nachzahlen muss. Danach dürften aber für die nächsten Monate, bis auf die KFZ-Versicherung, alle größeren Beträge erst mal erledigt sein. Meine persönliche Liquiditätsvorschau verspricht zumindest ab Juli steigende Kontostände. Bis dahin wird es noch ein bisschen anstrengend 😉 Ich bin guter Dinge, dass ich die Talsohle Mitte Mai überstehe und dann der Schuldenabbau richtig Fahrt aufnimmt. Jetzt aber ein Rückblick auf den Februar.

Da der Fokus momentan nicht auf der Erhöhung des passiven Einkommens liegt, hat sich bei meinen langfristigen Zielen entsprechend wieder weniger getan. Meine P2P Plattformen haben gegenüber Januar wieder durchgängig mehr Erträge abgeworfen. Bei Auxmoney habe ich dafür jetzt aber leider auch den zweiten Inkasso-Fall, der die Rendite schmälert. Ich werde demnächst mal die bisherigen prozentualen Renditen errechnen und mal sehen, wie sich die Plattformen untereinander schlagen. Dividenden aus Aktien oder ETF gab es nicht im Februar. Ich rechne hier erst im April mit Dividendenausschüttungen.

Etwas mehr hat sich bei den kurzfristigen Zielen getan. Wie bereits kurz erwähnt wird es wohl erst mal nichts mit der geplanten Maklertätigkeit, weswegen mein Ziel, 4 Immobilien zu verkaufen, quasi gestorben ist. Dazu werde ich dann auch erstmal nicht weiter berichten wenn sich nichts ändert. Ich habe auch im Febraur, wie im Januar, knapp über 8% meiner Konsumschulden getilgt und bin also gut auf Kurs. 83,6% des Ausgangsbetrages sind jetzt noch offen. Ich gehe davon aus, dass ich ab Juli meinen Tilgungsanteil noch etwas erhöhe, um dieses Jahr dieses Ziel sicher zu erreichen.

Bald wird es wieder mehr um Investments gehen. Im Moment ist dies aus bekannten Gründen etwas zurück gefahren. Ich hoffe, dass aber auch so die Beiträge lesenswert sind. Ich denke der P2P-Rendite-Vergleich wird sicher ne interessante Sache. Ich bin sehr gespannt, was dabei raus kommt. In der zweiten Jahreshälfte will ich aber auch stärker auf Dividendenaktien und ETF’s schauen und mich dort ausbauen. Ich befürchte, dass ansonsten die P2P-Plattformen zu übergewichtet in meinem Portfolio sind.

Bis bald
Oliver